KfW-Gründungsmonitor 2017 zeigt Trend zur digitalen Gründung

Die Anzahl der Existenzgründer war 2016 auf einem Tiefststand. 672.000 Gründer gab es in Deutschland, bei weitem die meisten davon gründeten als Chancengründer, weil Sie eine Chance auf unternehmerischen Erfolg sehen. Der Anteil der Gründungen mangels anderer Perspektive ging weiter zurück.

Der im Vorjahr zum ersten Mal erfasste Wert zum Anteil der digitalen Gründer hat sich bestätigt: Jeder fünfte Gründer startete auch im Jahr 2016 mit einem Angebot, das nur durch den Einsatz von digitaler Technologie nutzbar ist. „Eine einmal produzierte App kann sowohl an einen als auch an 100.000 Kunden verkauft werden. Darin liegt für viele digitale Gründer eine große Chance auf schnelleres Wachstum“, sagt Dr. Zeuner, Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe. Ein Viertel der „digitalen“ Gründer, ist „wachstumsorientiert“, dagegen will nur jeder sechste nicht-digitale Gründer „so groß wie möglich“ werden.

So vielfältig wie die Gründer selbst – Voll-/Nebenerwerb, Solo/Team, digital, innovativ, wachstumsorientiert – sind auch ihre Finanzierungsbedarfe: Knapp jeder zehnte Gründer startet ohne auf Sach- oder Finanzkapital zurückzugreifen. Zwei von drei Gründern setzt allerdings Finanzmittel ein, zumeist ausschließlich eigene Mittel (39 %). Knapp jeder vierte Gründer greift aber auf externe Mittel Dritter zurück (24 %, Bankdarlehen, Freunde/Familie etc.).

Für das Jahr 2017 wird ein Ende der Talfahrt der Gründungsaktivität erwartet. Arbeitsmarktseitig wird die positive Entwicklung zwar weitergehen, der Rückgang der Erwerbslosenquote wird sich voraussichtlich aber verlangsamen. Die konjunkturelle Sogwirkung wird somit leicht überwiegen und wieder mehr Menschen – ermuntert durch die stabile konjunkturelle Entwicklung – ihre Geschäftsidee in ein Unternehmen umsetzen.

Mehr Informationen finden Sie im KfW-Gründungsmonitor 2017, den Sie auf den Seiten der KfW als PDF einsehen können.

Quelle: startothek-News vom 31.05.2017

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